Kasuistik, Ethik und professionelle Haltung in der Supervision

Eine dokumentarische Rekonstruktion eines Dilemmas aus der frühpädagogischen Praxis während der Supervisionsweiterbildung

Autor/innen

  • Sibylle Fischer

DOI:

https://doi.org/10.11576/fs-8696

Abstract

Der Beitrag rekonstruiert eine Dilemmasituation im Rahmen eines Erstgesprächs zur Lernsupervision in einer Kindertageseinrichtung. Eine Fachkraft äußert eine menschenfeindliche Haltung gegenüber einer sexuellen Orientierung, das Team schweigt, die Leitung relativiert. Für die angehende Supervisorin entsteht ein komplexes Spannungsfeld zwischen ethischer Positionierung, Beziehungsaufbau, kasuistischer Fallarbeit und institutioneller Verantwortung. Der Artikel nutzt die Dilemma-Situationsanalyse nach Nentwig-Gesemann zur Rekonstruktion der immanenten und dokumentarischen Sinngehalte der Situation (Nentwig-Gesemann 2013; Skintey 2023). Der Fall wird in theoretische Überlegungen zu Ethik (Schreyögg 2010; Michalak & Lüschen-Heimer 2020), professioneller Haltung (Helsper 2001; Nentwig-Gesemann et al. 2011), Kasuistik (Helsper 2021; Oevermann 1996) und Team- sowie Leitungsdynamiken (Strehmel 2015; Strehmel & Ulber 2024) eingebettet. Abschließend werden Konsequenzen für die professionelle Gestaltung von Supervision entwickelt.

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Veröffentlicht

2025-12-21

Zitationsvorschlag

Fischer, S. (2025) „Kasuistik, Ethik und professionelle Haltung in der Supervision: Eine dokumentarische Rekonstruktion eines Dilemmas aus der frühpädagogischen Praxis während der Supervisionsweiterbildung“, FoRuM Supervision - Zeitschrift für Beratungswissenschaft und Supervision, 33(66), S. 125–149. doi: 10.11576/fs-8696.